Was im Automotive-Bereich seit Jahrzehnten der Standard ist, kommt zunehmend auch im Kleinmotorensegment an. Der Ottomotoren-Spezialist Briggs & Stratton nutzt den CAN-Bus nun auch zur Vernetzung von Motoren und Akkus.
Die Lebenszyklen von Produkten verkürzen sich, gleichzeitig steigen die Anforderungen der Kunden, insbesondere nach Integration und Steuerbarkeit. Ein zentraler Baustein ist dabei die Kommunikation zwischen Maschinenkomponenten.
Unter seiner an gewerbliche Kunden ausgerichteten Marke „Vanguard“, bietet Briggs & Stratton daher nun CAN-Bus-fähige Motoren und Akkusysteme an. Diese lassen sich nahtlos in bestehende Maschinenarchitekturen integrieren. So können die Hersteller schneller zwischen einzelnen Modellen wechseln oder diese einem geänderten Leistungsbedarf anpassen, ohne bei der Steuerung und Integration wieder von vorne anfangen zu müssen.
Beispiele aus der Praxis
Beispiele sind der Ferris FRC7 Hybrid-Hangmäher mit 23-PS-Vanguard-EFI-Motor oder der Eliet Prof 6 On Wheels Häcksler, der wahlweise mit Akku oder Verbrennungsmotor betrieben werden kann. Auch im Rettungswesen und bei Kran-Anwendungen zeigt sich die Flexibilität des Systems: Der Stromerzeuger des Herstellers Rosenbauer mit 37 PS Vanguard-EFI-Motor und der Kovo Vuijtek Scorpick Enter Pick-&-Carry-Kran mit zwei Vanguard-Akkus setzen auf zuverlässige CAN-Bus-Kommunikation.
In den genannten Anwendungen kommunizieren die Motoren und Akkus mit den jeweiligen Bedieneinheiten, lassen sich aus der Ferne starten und können wichtige Parameter wie Tankfüllstand oder die verbleibende Akku-Kapazität an das zentrale Steuergerät des Fahrzeugs oder Gerätes übermitteln.
„Da Maschinen immer komplexer werden, ist die Fähigkeit der Komponenten, miteinander zu kommunizieren, entscheidend. Der CAN-Bus als gemeinsame Sprache schafft nicht nur mehr Integrationsmöglichkeiten, sondern ermöglicht auch zukunftssichere Lösungen“, sagt Steffen Hoffmann, Ingenieur im Power Application Centre Europe (Pace) von Briggs & Stratton. Für Ingenieure bedeutet das: weniger Aufwand für Einzelanpassungen, mehr Zeit für innovative Entwicklungen.


















