Wegweisende Innovationen auf dem Weg zur motorisierten Mobilität nahmen in Karlsruhe ihren Ursprung – von den ersten Motoren bis zum ersten Automobil.
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) feiert sein 200-jähriges Bestehen und blickt auf eine beeindruckende Geschichte voller bahnbrechender Erfindungen zurück. Besonders in der Mobilität hat das KIT bedeutende Beiträge geleistet, die bis heute unseren Alltag prägen – von den ersten funktionsfähigen Motoren bis hin zum ersten praxistauglichen Automobil. Eine entscheidende Rolle spielten dabei auch herausragende Persönlichkeiten und ihre Erfindungen, die das KIT zu einem Zentrum des Fortschritts gemacht haben.
Eugen Langen und der Viertaktmotor: Ein Meilenstein der Motorentechnik
Eugen Langen studierte in den 1850er-Jahren am Polytechnikum, einer Vorgängereinrichtung des KIT. Er entwickelte zusammen mit Nikolaus Otto den ersten funktionsfähigen Viertaktmotor, ein Meilenstein in der Motorentechnik und die Grundlage für die Entwicklung moderner Verbrennungsmotoren. Langen und Otto gründeten 1864 die Gasmotoren-Fabrik Deutz, die erste Motorenfabrik der Welt.
Fun Fact: Eugen Langen brach sein Studium in Karlsruhe ab, was sein Lehrer Ferdinand Redtenbacher mit den Worten kommentierte: „Aus Ihnen hätte noch was werden können.“
Heinrich Buz und der Dieselmotor: Revolution im Schwerlastverkehr
Heinrich Buz, der die Firma MAN mitbegründete, studierte ebenfalls in den 1850er-Jahren am Polytechnikum. Buz arbeitete eng mit Rudolf Diesel zusammen und half, den Dieselmotor zur Marktreife zu bringen. Diese Technologie revolutionierte den Schwerlastverkehr und die Industrie und ist bis heute der wichtigste Antrieb im Transportwesen.
Carl Benz und das erste Automobil: Der Beginn einer neuen Ära
Carl Benz, der Erfinder des ersten praxistauglichen Automobils, legte den Grundstein für die moderne Automobilindustrie. Benz begann 1860 sein Studium am
Polytechnikum und präsentierte 1886 den Patent-Motorwagen Nummer 1. Seine Vision eines motorisierten Fahrzeugs stieß zunächst auf Skepsis, doch Benz ließ sich nicht entmutigen. Heute ist das Auto aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und hat die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten, revolutioniert.