Das modulare Getriebesystem von ZF für schwere Nutzfahrzeuge wurde seit dem Produktionsanlauf 2014 weltweit mehr als 1,5 Millionen Mal gefertigt. Die aktuelle Generation setzt auf höhere Leistung und gesteigerte Effizienz.
Automatisierte Schaltgetriebe haben sich zum Branchenstandard bei Lkw und Bussen entwickelt, verbinden sie höchste Effizienz mit dem Komfort eines Automatikgetriebes. Mit dem modularen Getriebesystem Traxon hat ZF diese Bauart perfektioniert und kann sein Getriebe auch für alle Sonderbedarfe anpassen.

Getriebewirkungsgrad von bis zu 99,7 Prozent
Ausschlaggebend für seinen Erfolg ist neben der Flexibilität auch die hohe Effizienz des Traxon-Getriebebaukastens. Erhältlich mit 12 oder 16 Gängen, bietet es mit 16,69:1 eine hohe Getriebespreizung und verträgt Eingangsdrehmomente von bis zu 3400 Newtonmetern. Mit einem Gesamtwirkungsgrad von 99,7 Prozent im Bestpunkt erreicht es zudem sogar Verbrauchseinsparungen gegenüber so manchem manuellen Schaltgetriebe.
An vielfältige Anwendungen anpassbar
Neben dem Einsatz im Fernverkehr, wo die höchsten Stückzahlen abgesetzt werden können, bietet der Baukasten die nötige Anpassungsfähigkeit um auch alle anderen Anwendungsfälle schwerer Lkw abzudecken. So kann das Getriebe für den Schwerlastverkehr mit einem Drehmomentwandler anstelle der Trockenkupplung geliefert werden, für Autokrane steht eine Lamellen-Kupplung zur Verfügung. Weitere Module umfassen Nebenabtriebe, die wahlweise motor- oder der getriebeabhängig realisiert werden können und Hydraulikpumpen, Kompressoren oder Winden mit der notwendigen Antriebsleistung versorgen.
Um die schweren Fahrzeuge auch sicher wieder zum Stehen bringen zu können, ist ebenfalls ein Intarder (integrierter Retarder) als verschleißfreie Dauerbremse als optionales Modul für die Traxon-Getriebe erhältlich.
Gefertigt in Deutschland, China und Brasilien
Bereits 2022 fiel die Marke 500.000 Traxon-Getrieben erreicht, die damals praktisch ausschließlich mit dem Hauptwerk Friedrichshafen gefertigt wurden. Um den wachsenden weltweiten Bedarf zu decken, wurde die Fertigung auf die Werke in Jiaxing (China) und Sorocaba (Brasilien) erweitert. So konnte nur etwa eineinhalb Jahre später, die doppelte Stückzahl erreicht werden – 2024 lief das einmillionste Traxon-Getriebe vom Band. Nun feiert das Getriebe das Jubiläum von 1.500.000 Einheiten und unterstreicht damit seine Bedeutung für den weltweiten Nutzfahrzeugsektor.

Schnellere Prozessoren und eigene Aktuatoren für Traxon 2
Aufbauend auf dem Erfolg der TraXon-Plattform, hat ZF den Nachfolger TraXon 2 mit einer neuen Generation schnellerer Mikroprozessoren, integrierten Sicherheitsmodulen und umfassenden funktionalen Software-Updates ausgestattet. Darüber hinaus erhielt das System Steuerelektronik (ECU) und Schaltaktuatoren aus eigenem Hause.
Die neue Generation erreicht laut Hersteller eine Verbrauchsreduzierung um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorgängergetriebe, GPS und eine tief integrierte Software ermöglichen vorausschauende Schaltvorgänge, um den Antriebsstrang stets mit der höchsten Effizienz zu betreiben.
Gewappnet für die Zukunft: Traxon 2 Hybrid
Ende des vergangenen Jahres stellte ZF zudem das Traxon 2 Hybrid bei einer öffentlichen Fahrt vor. Ausgestattet mit einem Elektromotor in P2-Anordnung(Elektromotor zwischen Verbrennungsmotor und Getriebeeingangswelle), kann das elektrifizierte Getriebe als Vollhybrid oder Plug-in-Hybrid betrieben werden. Mit einer elektrischen Leistung von 190 kW ist die E-Maschine stark genug für rein elektrisches Fahren und biete gute Rekuperationsleistungen.
Simulationsberechnungen mit dem zeigen laut ZF ein CO₂-Einsparpotenzial von bis zu 47 Prozent Kraftstoffeinsparung im Fernverkehr und bis zu 73 Prozent im Verteilerverkehr, sofern regelmäßig geladen wird. In Kombination mit CO ₂-reduzierten Antrieben wie HVO/E-Fuels, CNG/LPG und Wasserstoff-Verbrennungsmotoren können Fahrzeughersteller so eine wirtschaftliche Alternative zum E-Lkw anbieten.


















