
Das Kernstück der BMW M Ignite Technologie ist eine im Zylinderkopf integrierte Vorkammer, wie sie bei Dieselmotoren üblich war, bevor die Common-Rail-Technik Einzug hielt.Mittels Überströmbohrungen ist diese mit dem eigentlichen Brennraum des Zylinders verbunden. Um die Vorkammer separat zünden zu können, verfügt sie über eine eigene Zündkerze und Zündspule. Somit besitzt der Motor zwei Zündsysteme.
Höhere Brenngeschwindigkeit bei hohen Drehzahlen




Im unteren und mittleren Drehzahlbereich zündet die herkömmliche Zündkerze zeitlich vor der Vorkammerzündkerze im eigentlichen Brennraum. Bei höheren Drehzahlen und Lasten hingegen übernimmt die Vorkammerzündung die Hauptzündung. Dabei wird ein Teil des Kraftstoff-Luft-Gemisches, das durch Öffnungen in die Vorkammer geleitet wurde, dort entzündet. Die dadurch entstehenden Flammen treten anschließend mit nahezu Schallgeschwindigkeit aus der Vorkammer aus.



Diese sogenannten Zündstrahlen entzünden das Gemisch im eigentlichen Verbrennungsraum über dem Motorkolben nun gleichzeitig an multiplen Punkten. Das Resultat ist eine deutlich höhere Brenngeschwindigkeit. Gleichzeitig wird die mögliche Ursache einer unkontrollierten Verbrennung, das sogenannte Klopfen, wirksam bekämpft. Als zusätzlicher Effekt sinkt die Abgastemperatur.



Zu den weiteren technischen Neuerungen zählen neben der Vorkammerzündung unter anderem eine erhöhte Verdichtung sowie ein Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie.
Weniger Kraftstoffverbrauch und gute Emissionswerte

Das neue Brennverfahren steigert die Effizienz der Reihensechszylinder-Motoren, speziell bei vollem Leistungseinsatz. Laut Hersteller sinkt der Kraftstoffverbrauch im Hochlastbereich signifikant.
Trotz höherer Leistung und geringerem Verbrauch steht die neue Technik nicht im Konflikt mit den Emissionswerten. Im Gegenteil: Das neue Brennverfahren erfüllt schon jetzt die Anforderungen der ab November 2026 geltenden europäischen Euro-7-Norm.
Erhältlich im M2, M3 und M4

Das M-Ignite-Verfahren zeigt erneut, wie der Technologietransfer vom Motorsport in Serienmodelle gelingen kann. Die neue Vorkammer-Zündtechnik ist seit Juli in allen Varianten des BMW M3 und des BMW M4 erhältlich, mittlerweile auch im Performance-Coupe M2. Wichtig für die Käufer: In puncto Hubraum und Leistungsstufen müssen sie keine Kompromisse eingehen. Beide Parameter bleiben gegenüber den bisherigen Motorausführungen unverändert.


