Partnerschaft ist das neue Produkt

Wer heute im Aftermarket erfolgreich sein will, muss mehr liefern als nur Produkte.

Produktqualität, Lieferfähigkeit und Verfügbarkeit werden heute selbstverständlich vorausgesetzt. Entscheidend wird zunehmend, wie Industrie und Großhandel zusammenarbeiten. Wo Informationen geteilt werden, entstehen bessere Sortimente.

Der Austausch von Erfahrungen führt zu besseren Entscheidungen. Und wo beide Seiten voneinander lernen, entstehen Partnerschaften, die beide Seiten langfristig stärken. Dass das funktioniert, zeigt Elring – Das Original gemeinsam mit seinen Partnern.

Die folgenden Praxisstimmen geben Einblicke, wie diese Zusammenarbeit im Alltag gelebt wird.

Mitarbeiter Schäferbarthold

„Die besten Sortimente entstehen nicht allein am Schreibtisch.“

Interview mit Daniel Pankratz, Category Manager mit Verantwortung für Elring, und Kerstin Hanke, Einkäuferin bei der Schäferbarthold GmbH.

Herr Pankratz, wie hat sich die Zusammenarbeit zwischen Großhandel und Industrie aus Sicht des Produktmanagements verändert?
Früher stand vor allem die Versorgung mit Produkten im Mittelpunkt. Heute arbeiten wir deutlich enger mit den Herstellern zusammen. Für ein erfolgreiches Produktmanagement reicht es nicht mehr aus, auf Marktbewegungen zu reagieren. Wir müssen Entwicklungen frühzeitig erkennen und Sortimente gemeinsam weiterdenken. Dabei gilt für uns der Grundsatz: „Aus der Praxis für die Praxis.“ Entscheidungen entstehen nicht am Schreibtisch allein, sondern im engen Austausch mit unseren Partnern.

Was bedeutet das konkret in der Zusammenarbeit mit Elring – auch zwischen Produktmanagement und Einkauf?
Gemeinsam mit Elring analysieren wir Marktpotenziale, identifizieren Programmlücken und entwickeln unser Sortiment gezielt weiter. Das gelingt nur im engen Zusammenspiel von Category Management und Einkauf. Während ich die Sortimentsentwicklung für den Bereich Elring begleite, verantwortet unsere Kollegin Kerstin Hanke die Einkaufsseite. Gemeinsam mit Elring schaffen wir so eine fundierte Grundlage für Entscheidungen im Einkauf und Produktmanagement. Gleichzeitig können wir schneller auf Veränderungen reagieren und unnötige Expressbeschaffungen vermeiden.

Das heißt, nicht nur Schäferbarthold profitiert von diesem Austausch?
Genau. Unsere Erkenntnisse aus dem Markt fließen direkt an Elring zurück. Daraus entstehen wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung bestehender Programme oder sogar für neue Produktgruppen. Dieser Austausch funktioniert in beide Richtungen. Für mich ist das der entscheidende Unterschied: Es geht nicht darum, Daten auszutauschen, sondern sie gemeinsam zu bewerten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Daten als gemeinsame Grundlage
Digitale Analysen helfen dabei, Marktpotenziale frühzeitig zu erkennen, Programmlücken zu identifizieren und Sortimente gezielt weiterzuentwickeln.

Elring – Das Original unterstützt seine Handelspartner dabei mit digitalen Analysewerkzeugen und der Expertise des Aftermarket-Teams. Einkauf und Produktmanagement erhalten so eine belastbare Grundlage für ihre Entscheidungen. Gleichzeitig fließen Erkenntnisse aus dem Markt direkt in die Weiterentwicklung bestehender Programme und neuer Produktgruppen ein.

Geschäftsführender Vorstand der motoo eG.

„Die beste Industriepartnerschaft ist die, die in der Werkstatt ankommt.“

Interview mit Jan Knoll, Geschäftsführender Vorstand der motoo eG.

Herr Knoll, welche Rolle spielt die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Großhandel und Werkstätten heute?
Die Anforderungen an freie Werkstätten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Neue Fahrzeugtechnologien, komplexere Reparaturen und der Fachkräftemangel verlangen nach zuverlässigen Partnern. Deshalb reicht es heute nicht mehr aus, hochwertige Produkte bereitzustellen. Entscheidend ist, dass Industrie, Großhandel und Werkstätten ihr Wissen miteinander teilen und eng zusammenarbeiten.

Was erwarten die motoo-Mitgliedsbetriebe von einem Industriepartner?
Werkstätten brauchen einen Partner, der ihre tägliche Praxis versteht. Dazu gehören technische Informationen, Schulungen und Ansprechpartner, die schnell unterstützen können. Gute Lösungen entstehen dort, wo Industrie, Großhandel und Werkstätten ihr Wissen zusammenbringen.

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit Elring – Das Original?
Elring sucht den Dialog mit Handel und Werkstätten und nimmt Impulse aus der Praxis ernst. Das zeigt sich nicht nur bei technischen Informationen oder Schulungen, sondern auch darin, wie Rückmeldungen aus dem Markt aufgenommen werden. Eine solche Zusammenarbeit schafft Vertrauen und hilft allen Beteiligten, sich auf die steigenden Anforderungen im Aftermarket einzustellen.

Sales Manager,
Elring – Das Original

„Produkte schaffen Leistung. Partnerschaft schafft Zukunft.“

Interview mit Roland Marx, Sales Manager, Elring – Das Original

Herr Marx, Großhandel und Werkstätten erwarten heute deutlich mehr als ein gutes Produkt. Hat sich die Rolle eines Industrieunternehmens verändert?
Ja, eindeutig. Qualität und Sortiment bleiben weiterhin entscheidend. Service und Angebot gehören heute genauso dazu. Unsere Partner erwarten technische Kompetenz, schnelle Informationen und einen Ansprechpartner, der die Anforderungen seiner Kunden versteht. Ebenso wichtig ist die Bereitstellung von Daten, die unsere Kunden dabei unterstützen, Produkte erfolgreich im Markt zu etablieren. Sei es durch technische Informationen oder Produktbilder, Marktanalysen oder Verkaufsanalysen. Genau hier setzen wir an und verstehen uns heute auch als Daten- und Informationslieferant. Die Industrie muss deshalb den Austausch mit Handel und Werkstätten aktiv suchen.

Wie gelingt dieser Dialog in der Praxis?
Indem wir den direkten Austausch suchen, zuhören und Impulse aus dem Markt konsequent aufgreifen. Entscheidend sind dabei unsere Marktpräsenz und die Nähe zu unseren Kunden. Rückmeldungen aus dem Großhandel, von Werkstätten oder Werkstattnetzwerken gehören für uns zum Arbeitsalltag. Sie helfen uns dabei, technische Informationen zu verbessern, Schulungsangebote gezielt weiterzuentwickeln und unser Produktprogramm kontinuierlich an den Anforderungen der Praxis auszurichten.

Welche Bedeutung hat dieser Austausch für die Zukunft des Aftermarkets?
Die technischen Anforderungen werden weiter steigen und die Produkttransformation schreitet vor allem im E-Mobility-Bereich voran. Einhergehend verändern sich Fahrzeuge, Reparaturmethoden und Qualifikationsanforderungen in immer kürzeren Zyklen. Kein Unternehmen kann diese Entwicklung allein gestalten. Deshalb wird die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Großhandel und Werkstätten künftig noch wichtiger. Jeder bringt seine Erfahrungen ein – und genau daraus entstehen Lösungen, die in der Praxis funktionieren.

Was verstehen Sie persönlich unter einer erfolgreichen Partnerschaft?
Für mich ist eine Partnerschaft dann erfolgreich, wenn unsere Produkte, unsere Daten und unser technischer Support den Arbeitsalltag unserer Partner tatsächlich erleichtern. Genau darin sehen wir unsere Verantwortung als Partner des freien Aftermarkets. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Partner für unsere Kunden zu sein, damit Mobilität erhalten bleibt.

Quellen

  • Text BEPOINT, Bilder Elring, Schäferbarthold, Motoo

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